16.02.12: Das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (1939 ?1945)

16.02.12: Das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (1939 ?1945)

Exkursion der 10.3 am 16.02.12

Die Schüler berichten ihre persönlichen Eindrücke

Das KZ ist in Ravensbrück bei Fürstenberg an der Havel. Das KZ ist sehr groß. Die meisten Häuser sind jetzt kaputt, aber ein paar wurden neu renoviert. Die Gefangenen wurden von Wachen bewacht. Die Gefangenen haben alle 2 Tage etwas zum Essen bekommen: eine Scheibe Brot und ein wenig Wasser. Die Gefangenen wurden gepeitscht bis sie ohnmächtig wurden, aber sie durften nicht sterben, wenn sie sterben dann war es keine Qual mehr. Wenn die Wunden verheilt waren, wurden sie nochmal gepeitscht und immer so weiter. 

Beim Besuch des KZ Ravensbrück habe ich mich so gefühlt: Trauer, Mitleid, Wut und Hass.

Wir waren im KZ und ich habe mich sehr traurig gefühlt, weil ich mich in den einzelnen Menschen hinein versetzt habe. Ich hatte auch Mitleid mit den Menschen, die dort waren. Ich fand es sehr gut, dass wir sehr vieles sehen konnten und uns vieles erzählt wurde. Ich fand es nicht gut, dass viele Sachen nicht mehr dort waren, also, dass vieles abgerissen worden ist.

Adham

Als wir da ankamen, habe ich mich erst gefreut. Aber meine Freude ist mit der Zeit vergangen. Anstatt Freude habe ich mit der Zeit Hass, Mitleid und irgendwie eine Angst gefühlt. Ich hatte Angst, dass es vielleicht wieder passieren wird, dass Menschen wegen ihres Glaubens, ihrer Hautfarbe und wegen ihrer Art anders zu denken unschuldig eingesperrt werden. Als wir den Rundgang gemacht haben, habe ich eine Kälte gespürt, aber es war nicht die Winterkälte, sondern eine Kälte, die mich bedrückt hat. Und als wir im KZ-Gefängnis waren, hatte ich das Gefühl, dass die Seelen von den Häftlingen noch da sind. Bei der Folter, dem Hungern und Leiden kann doch nicht eine Menschenseele ihren Frieden finden. Ich hoffe einfach nur, dass sowas nie wieder passieren wird.

Gülsah Ider

Am Anfang als wir rein gingen, fühlte ich mich noch normal, doch später als ich die Gegend sah, fühlte ich mich sehr schlecht. Als ich mir vorstellte, wie sie geknechtet und geschlagen worden sind, fühlte ich mich sehr berührt. Im Konzentrationslager hat die Betreuerin uns alles über die Juden von früher erzählt. Wir haben die Zellen gesehen, in denen sie gefangen gehalten wurden. Genau da hab ich nochmal überlegt, wie frei die Menschen heutzutage leben. Es tat mir sehr leid, dass die Juden schimmliges Brot bekommen haben, von Hunden angegriffen worden sind und sich gegenseitig schlagen mussten.

Seda

Ich fand es schlimm, was mit den Menschen dort angestellt worden ist.

Aber ein ?Frage-Zeichen? habe ich noch im Kopf.
Warum haben die Häftlinge kein Widerstand geleistet, obwohl sie in der Mehrzahl waren?

Die Häftlinge haben keinen Wiederstand geleistet weil ..
– sie untereinander nicht frei kommunizieren konnten.
– ein Teil der Häftlinge Angst hatte.
– sie wussten sie werden verlieren, verletzt und sterben.

Meine Meinung : ICH WÜRDE LIEBER STERBEN ANSTATT ZU LEIDEN !

Pasa

 Ich fand es schrecklich, dass die Häftlinge (Juden & Ausländer) gedemütigt geschlagen bzw. auf schmerzhafte Art und Weise umgebracht wurden. Die Umstände, unter denen sie gelebt haben, kann man nicht als menschlich bezeichnen. Es  war einfach nur schrecklich, dass sie für jeden Fehler sehr hart bestraft wurden, z.B. mit Schlägen, nur weil die Wärter es als Sabotage, Betrug gehalten haben. Die Wärter sind im Winter auch mit einem kaltem Wasser rumgelaufen und haben die Häftlinge damit beschmissen.

Mein Eindruck:

  1. Ich hatte mich in der Einzelzelle sehr unwohl gefühlt, weil es nur eine Toilette und ein Waschbecken und nicht ein richtiges Bett gab.

  2. Ich fand es nicht gut, dass unschuldige Frauen verschleppt wurden und gefangen genommen wurden und Jahre lang gefoltert wurden.

  3. Ich fand es gut, dass die Frauen im KZ befreit wurden und ihr Leiden ein Ende hatte.

 frauenkonzentration_ravensbrueck